Baggerarbeiten

Fahrrinnenanpassung gut im Zeitplan

Seit Ende Oktober baggert nun auch ein zweiter  Hopperbagger, die „Bonny River“, die Fahrrinne auf der Bundesstrecke aus und bringt das Baggergut zur  UWA Medemrinne. Das 2018 gebaute Baggerschiff hat eine Laderaumkapazität von über 16.000 Kubikmetern und leistet deshalb besonders effiziente Arbeit.

Warteplatz und Verbreiterung realisiert

Der Warteplatz bei Brunsbüttel und die Verbreitungsarbeiten auf der WSV-Strecke sind abgeschlossen. Der Warteplatz ist gedacht für tideabhängig fahrende Schiffe, die aus dem Tidefenster zu laufen drohen. Am Warteplatz können sie die Niedrigwasserphase abwarten. Der Warteplatz dient außerdem als Notliegeplatz für Großschiffe, die auf Grund einer Havarie aus dem Fahrwasser müssen und anderswo nicht ausreichend Platz haben. Noch im November kann die Verkehrszentrale bei Bedarf den Schifffahrt hier einen Notliegeplatz zuweisen

Mit der Verbreiterung von 300 auf 320 Meter von Wedel bis unterhalb der Störmündung ist die Begegnung von Schiffen mit einer addierten Breite von 92 Metern möglich.

Fahrrinnenvertiefung in Arbeit

Die „Bonny River“ stellt zunächst den WSV-seitigen Teil der Begegnungsbox her. Die Begegnungsbox hat eine Breite von 385 m und ermöglicht den Gegenverkehr von bis zu vier großen Containerschiffen. Die Arbeiten werden bis Ende des Jahres abgeschlossen, so dass der Schifffahrt in diesem Streckenabschnitt bereits Anfang des kommenden Jahres erste Erleichterungen im Begegnungsverkehr zugute kommen. Ihren vollständigen Nutzen kann die Begegnungsbox allerdings erst nach Abschluss aller Baggerarbeiten im Jahr 2021 entfalten.

Den Vollausbau (Vertiefung) startete Anfang Oktober der Hopperbagger „Scheldt River“. Durchschnittlich wird die Fahrrinne im WSV-Abschnitt um 1 Meter vertieft. Die Unterwasserablagerungsflächen Brokdorf, Medemrinne, Neufelder Sand und St. Margarethen sind bereits fertig gestellt, sodass sie das Ausbaubaggergut aufnehmen können.

Kompensationsmaßnahmen

Zur Fahrrinnenanpassung gehören auch umfangreiche ökologische Projekte, in die der Bund insgesamt 75 Mio. Euro investiert. Die Erdbauarbeiten in Niedersachsen auf der Insel Schwarztonnensand sowie in verschiedenen Poldern an der Stör in Schleswig-Holstein sind abgeschlossen. Die Baggerarbeiten zur großen aquatischen Naturschutzmaßnahme „Schwarztonnensander Nebenelbe“, deren Auftrag zusammen mit der Herstellung der UWA Scheelenkuhlen vergeben wurde, starten im Frühjahr 2020.

Mit der UWA Scheelenkuhlen wird derzeit die letzte der fünf Unterwasserablagerungsflächen hergerichtet. Die Randeinfassung hat eine Länge von ca. 2.600 m. Insgesamt werden dort ca. 878.000 t Korngemisch eingebaut. Die UWA hat eine Aufnahmekapazität von ca. 1,7 Mio. m³ für das Baggergut aus der Schwarztonnensander Nebenelbe.  Übersicht Kompensationsmaßnahmen

Insgesamt liegt das Projekt Fahrrinnenanpassung im Zeitplan, so dass die Fertigstellung bis Mitte 2021 weiter fest im Blick ist.

15. November 2019

Der Hopperbagger „Bonny River“ benötigt durchschnittlich drei Stunden, um eine Ladung – das sind 16.000 Kubikmeter Baggergut – aus der Fahrrinne aufzunehmen, Das Baggergut transportiert er anschließend elbabwärts zur UWA Medemrinne.

Bei der UWA übernimmt der Spülponton „Al Dana 1“ das Baggergut und bringt es bodennah am Initialdamm ein. Die Dauer des Verspülens pro Ladung beträgt ca. 1,5 Stunden.

Der Tieflöffelbagger „Peter the Great“ beseitigte von Juli bis Anfang November auf der gesamten Ausbaustrecke Hindernisse (z.B. Steine) und baggerte härtere Sedimente (Klei).

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