Beweissicherung/ Erfolgskontrolle

Immer den richtigen Überblick

Mit einer eigenen Drohnenflotte kontrolliert die  WSV die Entwicklung in den Kompensationsgebieten und die Auswirkungen der Fahrrinnenanpassung. Drei Geräte gehören zum „Fuhrpark“. Sie wurden so ausgesucht, dass sie mit ihrer unterschiedlichen Ausstattung genau die zu leistenden Aufgabenfelder abdecken:

  • Siedeln sich die gewünschten Tier- und Pflanzenarten in den Kompensationsgebieten an?
  • Wie entwickeln sich Uferlinien, Abbruchkanten und Flachwasserbereiche nach dem Fahrrinnenausbau?
  • Drohnen erleichtern es darüber hinaus, schwer zugängliche Bauwerke wie Leuchttürme oder Brücken zu überwachen, um eventuelle Schäden früh erkennen und beheben zu können.

Die Drohnen liefern hierfür unaufwändig hochauflösende Bilder und Grundlagendaten, mit denen die notwendigen Kartierungen und Pläne erstellt werden können.
Drohnen zu fliegen, will gelernt sein. Das gilt vor allem, wenn mit ihnen keine Urlaubs-Schnappschüsse, sondern Bilder-/Datensammlungen erzeugt werden sollen, die für die wissenschaftliche Auswertung nutzbar sind. Die verantwortlichen WSV-Kollegen mussten deshalb entsprechende Schulungen durchlaufen und einen Drohnen-Führerschein machen.

Klein und leise: DJI Marvic Air 2 Zoom

Diese Drohne ist besonders geeignet, um in Kompensationsgebieten zu fotografieren. Weil sie klein und leise ist, fühlen sich Tiere nicht gestört. Durch die integrierte Zoom-Funktion sind hoch auflösende Bilder auch aus weiterer Entfernung möglich.

Z.B. auf der Kompensationsfläche  Hodorf lässt sich mit dieser Drohne die Entwicklung kontrollieren. Die ersten Aufnahmen wurden bereits in der Bauphase gemacht. Seit der Fertigstellung finden regelmäßig Befliegungen statt, die für die Beweissicherung eine wichtige Grundlage bilden.

Das Kompensationsgebiet Hodorf (Stör) in der Bauphase (2019) in Blickrichtung Nord. Im Hintergrund ist die vorgesehene Öffnung des Sommerdeichs erkennbar.


Hodorf 2021: Der Tideeinfluss ist deutlich zu erkennen. Durch die hier im Vordergrund sichtbare Sommerdeichöffnung kann die Tide einschwingen.

Jede eine Spezialistin: Die WSV-Drohnen

 

Kennziffern DJI Marvic Air 2 Zoom

Propeller: Schnellverschluss, geräuscharm, klappbar

Maximalwerte:
Gewicht: 570 Gramm
Steigleistung: 4 Meter/Sekunde
Flughöhe über Gelände: 120 Meter
Flugzeit: 34 Minuten
Reichweite: 8,5 Kilometer

Die „Mittlere“: DJI Inspire 2 mit X7 Kamera

Durch ihre kompakte Bauform und ihr gegenüber der „Kleinen“ höheres Gewicht ist diese Drohne auch an windigen Tagen gut einsetzbar. Ihre hochauflösende Kamera liefert geeignete Bilder zur Herstellung von

  • Orthophotos, das sind Luftbilder, die die Erdoberfläche verzerrungsfrei und maßstabsgetreu abbilden,
  • sowie von Plänen und Höhenmodellen, die ggf. nach den Orthophotos gezeichnet werden können.

Mithilfe von solchen Orthofotos lässt sich z.B. die Entwicklung der vorhandenen Abbruchkanten entlang der Tideelbe sorgfältig monitoren. Die Aufnahme zeigt das niedersächsische Ufer bei Schöneworth (Nähe Freiburg) im März 2021.

Kennziffern DJI Inspire 2

Propeller: Schnellverschluss, klappbar

Maximalwerte:
Gewicht: 4,25 Kilogramm
Steigleistung: 6 Meter/Sekunde
Flughöhe über Gelände: 120 Meter
Flugzeit: 25 Minuten
Geschwindigkeit 94 Kilometer/Stunde
Reichweite: 8 Kilometer

Das Multitalent: DJI Matrice 300 RTK

Die größte und schwerste WSV-Drohne kann mit verschiedenen Aufnahmegeräten bestückt werden. So können mit ihrer Kamera Orthofotos und Wärmebilder aufgenommen werden. Die Kamera der Matrice verfügt über einen 400-fachen Zoom. So können Bilder aus großer Entfernung aufgenommen werden, z.B. von Gebieten, die während der Brutvogelzeit nicht niedrig überflogen werden dürfen.

Ist der Laserscanner im Einsatz, so können Sammlungen von Messpunkten erstellt werden, sogenannte Punktwolken. Nach Bearbeitung der Daten (Klassifizierung) ermöglichen sie eine sehr genaue räumliche Darstellung u.a. der Topographie – also der Geländeoberfläche. Im Rahmen der Beweissicherung können so z.B. mögliche Veränderungen der Wattkanten festgestellt werden, die Aussagen über die Zu- oder Abnahme von Watt- und Flachwasserbereichen erlauben. Insbesondere in den Nebenelben sind diese Erkenntnisse für die Entwicklung der Fauna (Tierwelt) von Bedeutung. Zusammen mit den Daten aus der Gewässervermessung können zudem digitale Geländemodelle erzeugt werden, anhand derer Erosions- und Sedimentationsprozesse untersucht werden können.

Hier ist eine bearbeitete Punktwolkenaufnahme des Ufers bei Krautsand zu sehen. Das Bild bei Niedrigwasser zeigt deutlich Deich, Vorland inkl. Strand und das Watt. Die Wasserfläche im Hintergrund ist dunkel dargestellt

Juli 2021

DJI Matrice 300 RTK

Propeller: unter den Armen, Schnellverschluss, klappbar

Maximalwerte:
Gewicht: 5,5 Kilogramm
Steigleistung: 5 Meter/Sekunde
Flughöhe über Gelände: 120 Meter
Flugzeit 55 Minuten
Geschwindigkeit: 82 Kilometer/Stunde
Reichweite: 15 Kilometer

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